Um den Sieg gebracht - trotzdem Podestplatz für RGR-ler Markus Hackenberg und Sigi Schrankl zum Saisonausklang bei Rallye in der DRS
| 03. November 2011
Nochmals ein absolutes Top-Ergebnis gelang dem 21jährigen Steinhöringer Markus Hackenberg und seinem Co-Piloten Sigi Schrankl am Freitag und Samstag der vergangenen Woche bei der international ausgeschriebenen Stehr-Rallye in Hessen nördlich von Frankfurt.
Härteste Konkurrenz von insgesamt 92 Teams war angesagt, die auch aus Belgien, den Niederlanden der Schweiz angereist waren.
Nach ihrem Sieg bei der Saarland-Rallye gingen Hackenberg und Schrankl mit großem Optimismus für die Rallyegemeinschaft Rosenheim mit ihrem Honda EP3 an den Start. Der wurde aber bereits bei der 1. Wertungsprüfung, einem bei Nacht abgehaltenen 15 Kilometer langen Rundkurs, der dreimal durchfahren werden musste, ordentlich gedämpft.
Dieser Prolog bestand zu einem erheblichen Teil aus einer nur 2,50 m breiten Schotterstrecke.
Hackenberg lief dabei auf ein Team mit seinem BMW auf. Diese deutlich langsameren Konkurrenten hielten Hackenberg und Schrankl dann rücksichtlos eine komplette Runde auf. Hackenberg war derartig sauer, dass er kurz davor stand, sich "freie Bahn" zu verschaffen. Nach der Zieldurchfahrt war dann allerdings ein etwas "intensiveres" Gespräch mit den Blockierern fällig.
Bei den Wertungsprüfungen des 2. Tages konnten sich Hackenberg und Schrankl dann wieder auf Platz 2 in ihrer Klasse nach vorn kämpfen, allerdings waren durch diesen Fahrstil nach 80 Kilometern Wertungsprüfungen bereits zwei komplette Sätze Reifen kaputt gefahren. Leider war man am Servicepunkt beim Team nicht auf einen derartigen Materialverschleiß eingestellt gewesen, sodass für die letzten WPs nicht mehr ganz optimale Reifen montiert werden mussten. Diese erhitzten dann auch äußerst stark und begannen zu schmieren, was extremes Unrtersteuern zur Folge hatte. Um das Pech komplett zu machen, gab es nun auch noch Getriebeprobleme, wodurch die Gänge immer wieder heraus sprangen.
Die Konkurrenz roch den Braten sofort und nutzte das gnadenlos aus. Unter diesen Umständen fand es am Schluss allgemeine Beachtung, dass es Hackenberg gelungen war, trotzdem noch einen 3. Platz noch Hause zu fahren und die beiden RGR-ler aufs Siegertrepperl steigen konnten.
Besonders geehrt wurden Hackenberg und der Schrankl Sigi, Rallye-Urgestein und vielfacher deutscher Rallyemeister, dann auch bei der anschließenden Jahressiegerehrung der DRS:
Der Neueinsteiger Hackenberg war als Jüngster der beste Fahrer in seiner Klasse, hatte zeitweise sogar auf Platz drei in der Gesamtwertung der DRS gelegen, bis ihn zwei Ausfälle zurückwarfen. Er konnte sich aber jetzt mit dem 3. Platz bei der letzten großen deutschen Rallye dieses Jahres auf den 8. Gesamtplatz in der Jahreswertung zurückkämpfen.
Die Statements der beiden oberbayerischen Top-Piloten sorgten auch in Hessen auf der Siegertribüne wieder für große Heiterkeit.
Insgesamt hatte der "Youngster aus Bayern", wie er immer genannt wird, heuer in den deutschen Rallye-Top-Serien DRS und DRM (Deutsche Rallyemeisterschaft) gemeinsam mit Sigi Schrankl 2 Siege, einen 3. und einen 5. Platz eingefahren und war zweimal in Führung liegend ausgefallen. Ein Ergebnis, das auf eine größere Zukunft im Deutschen Renn- und Rallyesport hoffen läßt. Allerdings muss leider immer wieder festgestellt werden, dass Talent allein nicht ausreicht. Ohne ausreichende Unterstützung durch Sponsoren wird es nicht leicht sein, den Weg nach oben fortzusetzen.
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