Triumph für Gaßner auch in Italien
Hetz Michael
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07. September 2011
Bei der 47. Rally del Friuli e delle Alpi Orientali fiel die sechste Entscheidung im diesjährigen Mitropa Rally Cup. Die Zielsetzung des Teams der Rallye-Gemeinschaft Rosenheim Hermann Gaßner und seiner Beifahrerin Karin Thannhäuser war der Sieg und somit der weitere Ausbau der Führung in dieser mitteleuropäischen Meisterschaft. Die Rechnung ging auf. Nach einer zweitägigen Hitzeschlacht und 450 km fuhren Gaßner/Thannhäuser als Klassensieger und Gewinner der Mitropa-Cup-Wertung über die Zielrampe auf der Piazza Liberta in Udine.
Klasse statt Masse... Unter den nur 51 gestarteten Teams befand sich das Kathrein Renn- und Rallye Team mitten unter den italienischen Spitzenfahrern wie u.a. Luca Rosetti, Allessandro Perico, Umberto Scandola und dem bereits feststehenden italienischen Meister Paolo Andreucci.
Am Abend fiel die erste Entscheidung bei der „Super-Speziale Citta di Udine“ auf der Pizza I Maggio, die im normalen Alltag als großer Parkplatz benützt wird. Nun war dort ein kleiner, 1,60 km-langer, winkeliger Parcours aufgebaut, wo das Teilnehmerfeld in umgekehrter Reihenfolge gestartet wurde. Bis weit in die Dunkelheit dröhnten die Motoren vor unglaublich vielen und begeisterten Zuschauern durch das nächtliche Udine.
Am nächsten Tag verliefen weitere sechs Wertungsprüfungen durch die Provinz nordöstlich von Udine. Zur Halbzeit, nach knapp 100 km, unzähligen Kurven und Kehren sowie der Bewältigung von etlichen Höhenmetern führte die Route zurück in den Servicepark nach Cividale. Nach einigen Erfrischungen und einem kurzen, aber gründlichen Check am Auto durch die Service Crew, kletterten Gaßner/Thannhäuser wieder in ihren Mitsubishi Evo X und machten sich auf den Weg in die zweite und letzte Runde dieses Tages. Am frühen Abend konnte dann das Kathrein Renn- und Rallye Team ihr Fahrzeug als Mitropa Cup Führende und auf dem zweiten Platz in der Klasse zur Übernachtung in den Park Fermé stellen.
Die letzte Etappe stellte mit sieben weiteren Prüfungen und 270 km noch einmal eine große
Herausforderung an Mensch und Material. Das Thermometer kletterte auf 35°C und in den Fahrzeugen wurde es in dem feuerfesten Fahreranzug und –Unterwäsche schier unerträglich heiß. Selbst die härteste Reifenmischung reichte auf dem heißen Asphalt nicht für ausreichend „Grip“. Trotz dieser Hitze standen an den Strecken enorm viele Zuschauer und Fans.
Wie schon im vergangenen Jahr gab’ es am Rande von Cividale wieder eine kurze Prüfung, die komplett live im Fernsehen übertragen wurde. Danach folgten die letzten drei Wertungsprüfungen, die stellenweise dicht an der slowenischen Grenze entlang führten. Im Anschluss erleichtertes Aufatmen beim RGR Team: Platz eins in der Klasse und Sieg in der Mitropa Cup Wertung!
Nach einem letzten kurzen Besuch im Servicepark führte die Route in’s Ziel nach Udine. Auf dem Weg dorthin hatten begeisterte Anwohner eines kleinen Ortes einen „Pit-Stop“ eingerichtet, um die Fahrer noch mit einer kleinen Erfrischung zu begrüßen und kurz zu plaudern.
Nur 37 Teams überstanden die Strapazen und konnten unter großem Beifall der vielen Zuschauer am frühen Abend auf der Piazza Liberta über die Zielrampe in Udine fahren.