| 27. August 2011
Es war für das Kathrein Renn- und Rallye Team ein absolut perfektes Wochenende. Hermann Gaßner (Surheim) und Karin Thannhäuser (Ufering) fuhren bei der Rallye Weltmeisterschaft nach drei Tagen und fast 1.300 km als Divisionssieger über die Zielrampe an der Porta Nigra in Trier.
Im Rahmen der ADAC Rallye Deutschland wurden auch Lauf fünf und sechs zur Deutschen Rallyemeisterschaft ausgetragen. An beiden Tagen ging der Gesamtsieg ebenfalls an die beiden Mitsubishi Piloten aus Bayern. „Besser hätte es nicht mehr laufen können“ strahlte das Siegerduo „Wir hatten mit unseren Mechanikern ein starke Truppe im Rücken und der Erfolg ist die Leistung des gesamten Teams!“
Der erste Auftritt von Rallye-Weltmeister Sebastian Loeb und seinen Verfolgern erfolgte bereits am Donnerstagabend in einem Riesen-Spektakel mit dem „Ceremonial Start“. Alle 85 Teams wurden den unglaublich vielen Fans und Zuschauern am Weltkulturerbe Porta Nigra vorgestellt.Die Jagd auf die Podestplätze begann am nächsten Morgen. Schon auf den ersten 25 WP (Wertungsprüfung)-Kilometern war Hermann Gaßner der Schnellste in seiner Klasse. Nach einer weiteren Bestzeit mussten Gaßner/Thannhäuser die Bestzeit auf der WP „Moselland“ abgeben. „Da waren wir etwas vorsichtiger unterwegs“ erklärte Hermann Gaßner „denn jedes Mal, wenn etwas schief gelaufen ist, dann war es auf dieser Prüfung“. Trotzdem fuhr das Kathrein Renn- und Rallye Team mit 10,7 Sekunden Vorsprung zurück in den Servicepark nach Trier. Noch einmal waren diese drei WP’s mit jeweils 25, 22 und 20 km zu absolvieren. Allgemeines Aufatmen und große Freude am Ende des ersten Tages: Vier von sechs möglichen Bestzeiten, die Gruppe N-Führung mit 40,2 Sekunden Vorsprung und der Sieg beim fünften Lauf zur DRM (Deutsche Rallyemeisterschaft).
Die zweite Etappe war die Längste und zugleich auch der härteste Tag. Acht Wertungsprüfungen mit 150 Kilometern standen auf dem Plan. Vier WP’s hintereinander, ohne zwischendurch auf die Hilfe der Service-Mechaniker zurückgreifen zu können. Die größte Herausforderung war die berühmt berüchtigte „Panzerplatte“ mit über 34 Kilometern und der Sprungkuppe „Gina“. Hier ohne Reifenschaden durchzukommen, war schon die „halbe Miete“. Die erste Bestzeit des Tages ging an den Slowaken Jaroslav Melichárek im Mitsubishi. Die folgenden drei wiederum an die RGR´ler Hermann Gaßner und Karin Thannhäuser, die ihren Vorsprung nun auf über eine Minute ausgebaut hatten. Mittlerweile herrschte brütende Hitze, denn das Thermometer hatte die 30°C-Marke bereits überschritten. Die Rallyeroute führte die Teilnehmer nun zurück nach Trier in den Servicepark, wo die Mechaniker das Rallyeauto durchchecken konnten, während die Teilnehmer um Abkühlung bemüht waren. Noch einmal mussten nun diese vier WP’s „überstanden“ werden. Bei dieser Hitze eine Tortour für Mensch und Material. Zum Abschluss ging es noch einmal über die 34 Kilometer auf der „Panzerplatte“. Hier fuhr Hermann Gaßner um sensationelle 28 Sekunden schneller als die Kollegen in der gleichen Division. „In der Regel betragen die Abstände nur wenige Sekunden, aber die Panzerplatte ist irgendwie die „Spielwiese“ von Hermann. Da ist er – sofern wir keinen Reifenschaden oder technischen Defekt haben – kaum zu schlagen“ grinste Beifahrerin Karin Thannhäuser erschöpft aber hoch zufrieden im Etappenziel. Das gesamte Team hatte am Ende dieses Tages Grund zur Freude: Die Gesamtsieger vom sechsten Lauf zur DRM hießen wieder Hermann Gaßner und Karin Thannhäuser vom Kathrein Renn- und Rallye Team ! Noch am gleichen Abend fand die Siegerehrung für diese beiden DRM- Entscheidungen statt. Armin Kohl, Rallyeleiter der ADAC Rallye Deutschland überreichte persönlich die Pokale und jeweils eine Drei-Liter Spezialabfüllung „Rallye-Edition 2011 Mosel Riesling Sekt“.
Der dritte und letzte Tag stand nun wieder ganz im Zeichen der Rallye WM. Mit einem Vorsprung von mittlerweile 1:39,9 Minuten ging es für die Fahrer der Rallye-Gemeinschaft Rosenheim auf die letzten fünf Prüfungen des neunten Laufes zur Rallye Weltmeisterschaft 2011. Knapp 250 km, davon 80 Kilometer auf Bestzeit war das Kathrein Renn- und Rallye Team noch vom erträumten Sieg entfernt. Dunkle Wolken am Himmel verhießen nicht’s Gutes und Sicherheitshalber wurden als Ersatz zwei Regenreifen in’s Rallyeauto gepackt. Trotz einsetzendem Nieselregen entschied sich Hermann Gaßner, die Regenreifen im Auto zu lassen, was sich als absolut richtig erwies. Jetzt wollten die bayerischen Mitsubishi Piloten nur noch durchkommen und nichts mehr riskieren.
Das letzte Highlight, die „Super Special Circus Maximus“ wurde stellenweise live im Fernsehen übertragen. Ein Drei-Runden-Spektakel um die Porta Nigra mitten in Trier. Eine sensationelle Kulisse für Teilnehmer und Zuschauer und noch eine Divisions-Bestzeit für Gaßner/Thannhäuser.
Im Anschluss grenzenloser Jubel im gesamten Gassner-Team. „Der Gruppe-N-Sieg bei einem Weltmeisterschaftslauf ist schon etwas ganz Besonderes“ strahlten die Gewinner „Wir sind sehr glücklich, dass alles so gut geklappt hat. Wir hatten ein Top vorbereitetes Auto, das auch während der Rallye bestens von unseren Mechanikern betreut wurde. Die letzten Wochen waren für die ganze Mannschaft unglaublich hart und anstrengend. Der Sieg ist nun der verdiente Lohn für das gesamte Team. Besser hätte das Wochenende nicht laufen können“ (kartha).


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