| 26. Mai 2010
Im Rahmen der 38. Rallye Český Krumlov (Tschechien) fiel die dritte Entscheidung im diesjährigen Mitropa Rally Cup. Der Surheimer Hermann Gaßner und seine Beifahrerin Karin Thannhäuser (Ufering) konnten nach einem spannenden Kampf mit den heimischen Piloten Jan Šlehofer und Zbyněk Soběhart erneut diese Wertung für sich entscheiden. Damit hat das Kathrein Renn- und Rallye Team die Führung in diesem Championat erfolgreich verteidigt und kann sich sogar schon etwas von den Verfolgern absetzten. Die kommen mit dem slowenischen Damenteam Asja Zupanc und Tajda Turk allerdings auch aus dem eigenen Haus. Somit gibt es in dieser mitteleuropäischen Meisterschaft für Privatfahrer eine Doppelführung im Hause Gassner Motorsport (Mitterfelden).
Unter den 72 gestarteten Teams befand sich die komplette Elite der tschechischen Rallyepiloten, darunter lediglich zwei deutsche Teams, ein slowenisches und ein französisches Team. „Es war unsere erste Teilnahme an dieser Rallye und wir waren uns schon darüber im Klaren, dass wir gegen die einheimischen Rallye-Asse kaum Chancen haben werden. Bei diesen ultraschnellen und teilweise sehr schmalen Wald- und Wiesenwegen sind Streckenkenntnisse extrem wichtig und von Vorteil“ bemerkte Hermann Gaßner nach der Besichtigung. „Unser Hauptaugenmerk gilt daher der Zielankunft und dem vielleicht möglichen Sieg in der Mitropa Cup Wertung“.
Das Rallyezentrum und eine permanente Servicezone waren auf dem Messegelände in der Regionalhauptstadt von Südböhmen Budweis (České Budějovice) eingerichtet. Am Nachmittag fand dort auch die Auftaktprüfung mit einem Zuschauerrundkurs statt. So hatten auch die Mechaniker mal eine Gelegenheit, „ihr“ Einsatzfahrzeug in Aktion zu sehen. Danach ging es auf vier weitere Wertungsprüfungen mit 9 km und 21 km Länge. Bei ständig wechselnden Wetterbedingungen eine weitere Herausforderung für Mensch und Technik. Erst weit nach Mitternacht konnten sich die Teams zur verdienten Nachtruhe begeben.
Zum „Frühstück“ bekamen die Teams dann auch gleich „Malonty“, eine fast 30 km lange Wertungsprüfung „serviert“. Der Wettergott zeigte Einsicht und ließ es nur noch vereinzelt regnen. Die Strecken trockneten größtenteils ab, aber der Schlamm und Schmutz blieb größtenteils bestehen. Im Kampf um den Mitropa Cup Sieg knöpfte das Kathrein Renn- und Rallye Team Hermann Gaßner und Karin Thannhäuser dem bis dato Führenden Šlehofer Sekunde um Sekunde ab. Dann fiel auf der drittletzten Prüfung die Entscheidung. Šlehofer kam mit einem Reifenschaden aus der Prüfung und zuckte mit den Schultern: „ That’s rally“ ! Fand aber gleichzeitig große Anerkennung von Hermann Gaßner: „Ohne seinen Reifenschaden wäre es – wenn überhaupt – sehr schwer geworden, den Sieg hier
zu erringen“
Die Stadt Český Krumlov, die sich mit ihrer einzigartigen mittelalterlichen Stadtanlage an der Moldau erstreckt, verdient den Beinamen „Perle Südböhmens“. Vor dieser einzigartigen Kulisse und vielen begeisterten Zuschauern fuhren die verbliebenen 42 Teams über die dort eigens aufgebaute Zielrampe. In knapp zwei Wochen ist „Halbzeit“ im Mitropa Rally Cup. Dann geht es wieder nach Österreich. Im Rahmen der Castrol Rallye Judenburg rund um Zeltweg geht es in der vierten Runde wieder auf die Jagd nach möglichst vielen Punkten.


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