| 17. Oktober 2002
Rosenheim/Mickhausen – Am 12./13.10.2002 veranstaltete der ASC Bobingen sein über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Bergrennen in Mickhausen. Zum Wettbewerb auf der selektiven Berg-Renn-Strecke fanden sich insgesamt 160 Piloten, die zum Teil auch aus dem angrenzenden Ausland anreisten, ein. Die RG Rosenheim war mit den Fahrern Christian Bodner, Michael Dandl, Andreas Schlemmer und Bernd Wohlschlager vertreten. Die Veranstaltung wurde während des gesamten Wochenendes von großem Zuschauerinteresse begleitet.
Am ersten Wettbewerbstag, dem Samstag, hatte der Wettergott kein einsehen mit allen Startern. Es goß wie aus Kübel – somit war wenigstens die Reifen entschieden: man startete auf Regenreifen. Dies hatte jedoch nebenbei den Effekt, dass die leistungsstarken Fahrzeuge Ihr Dominanz nicht voll ausspielen konnten. Am Sonntag begann es dann im Tagesverlauf abzutrocknen doch waren bis dahin die Würfel um die Vergabe der Stockerlplätze schon gefallen.
Die Starterflagge fiel jeweils zuerst für den RGR-Piloten Christian Bodner. Ihm blieben in den Wertungsläufen die Qual der Reifenwahl erspart, denn er mußte immer bei nasser Strecke antreten. Technisch und fahrerisch besten eingestellt ließ er nichts anbrennen und kontrollierte mit seinem TOYOTA Corolla die Gegner in der Gruppe der serienmäßigen Fahrzeuge. Dies war um so bemerkenswerte, da die Konkurrenten mit Baujahrjüngeren Fahrzeuge versuchten Paroli zu bieten. Der Klassensieg in Klasse G4 der serienmäßigen Fahrzeuge war eine sichere Beute für Christian Bodner, auch wenn das Nachtanken aus Gewichtsgründen einmal fast zu sparsam ausfiel und dadurch die hervorragende Platzierung gefährdet wurde.

Nun zu den Starter in der verbesserten Gruppe H/F. Der RGR-Starter Andreas Schlemmer, mit dem knallroten FIAT 128, durfte als nächster sein Fahrkönnen unter Beweis stellen. Das Wechselspiel aus Reifenwahl sowie der Konkurrenz, welche in seiner Klasse F/H bis 1300 ccm mit 16V-Motoren auf Bestzeitpirsch gingen, sorgte für spannende Wertungsläufe. Letztendlich erreichte Andreas Schlemmer mit dem Top-vorbereiteten und auf die widrigen Witterungsumstande bestens eingestellten FIAT 128 den 9. Platz von 17 Startern und war zugleich bester Fahrer mit dem 8V-Motor.
Zum Großen Schlagabtausch der Bergiganten kam es, als die Boliden der Gruppe F/H bis 2000 ccm an den Start rollten. Als erster versuchte es Bernd Wohlschlager mit dem FORD Escort Zakspeed RS. Nachdem im ersten Wertungslauf, mit vielversprechender Zwischenzeit, der Gasschieber hängen blieb, absolvierte der RGR Pilot im FORD die restlichen Wertungsläufe auf Sicherheit um in Wertung das Ziel zu erreichen. Am Ende landete er auf dem 21. Platz von 25 Startern.
Nun kam die Zeit von Michael Dandl. Das Streitross des RGR-Piloten hört auf den Namen BMW 320 E30 16 V. Im neuen „Wasch-Welt-Racing“ Design gelangen ihm fehlerfreie Wertungsläufe. Aufgrund der wechselnden Bedingungen wurde auch von ihm fahrerisch äußerste Konzentration abgefordert um den Wasch-Welt-BMW schnell und spektakulär, im Grenzbereich der Physik, bergwärts zu bewegen. Das Paket aus Fahrer/Auto/Technik harmonierte und so blieb am Ende für den RGR-Piloten Michael Dandl ein verdienter 6. Platz von 25 Startern in der Klasse F/H bis 2000 ccm. Bei der Siegerehrung, die unmittelbar am Ende des Rennes auf der Rennstrecke stattfand, erhielten die RGR-Piloten aus den Händen der örtlichen Polit-Prominenz Ihre Ehrenpreise.






